<Freches Früchtchen> von Nefrai Laysh

Der kleine Kommandant streckte seinen weißen Schopf zur Tür hinaus. Ein aufmerksamer Blick beherrschte seine Augen. Versicherte sich, dass ihn keiner stören würde. Gang auf, Gang ab. Niemand zu sehen. Er nickte knapp mit seinem nur allzu mürrischen Blick. Zog den Kopf wieder in sein Büro, ließ die Tür ins Schloss fallen. Einen kurzen Moment überlegte er. Schloss die Tür ab. Drehte sich um, sah zur Couch. Vergewisserte sich, dass seine Angebetete noch an Ort und Stelle saß.

Seine Augen ruhten für einen Moment auf ihr. Eine für ihn unbekannte Weichheit trat auf seine Züge. Der Anflug eines Lächelns umspielte seine Mundwinkel. Sie gehörte ganz allein ihm. Ein wenig aufgeregt war er schon. Tief einatmen. Entschlossen schritt er hinüber. Setzte sich zu ihr. Den Blick zunächst stur geradeaus gerichtet. Er schluckte. Ein wenig unangenehm war ihm die ganze Situation schon. Es war ihm, als würde er gleich etwas Verbotenes tun. Er gluckste. Die Spannung machte ihn nervös. Räusperte sich. Schloss die Augen, um sich zu sammeln. Er fühlte sich gehemmt. Das war ungewohnt. Diese Gefühle versuchte er sonst immer zu verbergen. Niemand sollte seine Schwäche kennen. Seine Hände kneteten unsicher den Stoff seines Shihakusho. Langsam und mit einem Hauch Rosa um die Nasenspitze, welcher sich langsam auf den Wangen ausbreitete, wandte er sich ihr zu. Öffnete seine Augen zögerlich. Sein Blick fiel auf dieses satte Grün, welches von deutlich helleren Streifen durchzogen wurde. Seine Augen weiteten sich vor Freude. Kindliche Entzückung breitete sich auf seinem Gesicht aus. Ließ ihn förmlich strahlen. Vor ihr konnte er auch problemlos mal dieses Kind sein, welches alle in ihm sahen. Sie kümmerte es nicht. Zog ihn nicht damit auf. Das würde ihn schon arg wundern. Innerlich kicherte er bei der Vorstellung.

„Endlich hab‘ ich dich für mich allein… Weißt du, ich teile dich nicht gern.“, sprach Toshiro bedächtig, mit einem verschwörerischen Unterton und fuhr neugierig mit den Fingern seiner Rechten ihre Konturen entlang. Seine Linke ruhte etwas verkrampft in seinem Schoß. Unschlüssig, ob er sie auch damit berühren sollte. „Auch wenn es vielleicht egoistisch ist… Aber ich weiß einfach, dass keiner dich so gern hat wie ich.“ Sein Herz schlug schneller. Sein Mund, seine Lippen waren trocken. Etwas unbeholfen fuhr die kleine flinke Zunge über die Lippen, befeuchtete sie. Dieses intensive Grün machte ihn ganz flatterig. „Deine harte Schale zu knacken ist für mich schon lange kein Problem mehr. Der klägliche Versuch, mich dadurch von deinem weichen Inneren abzuhalten, steigert mein unbändiges Verlangen lediglich. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist deine Schale bei Weitem nichts gegen meine Sturheit.“ Ein nervöses Lachen entwich ihm ob dieses Eingeständnisses. Schnell sammelte er sich wieder. Der Hauch Rosa wich allmählich einer tiefen Röte, während seine Finger nunmehr beinahe zärtlich diese Konturen nachzeichneten. Vor Aufregung atmete er schwerer. Sein Brustkorb hob und senkte sich deutlicher. Dem kleinen Kommandanten gefiel es, sie zu berühren. Es erstaunte ihn immer wieder aufs Neue, wie glatt und kalt es doch unter seinen Fingern war, wenn er zärtlich über sie streifte. „Du bist perfekt. So schön prall und rund… Auch wenn ich wirklich vielmehr an deinem süßen Kern interessiert bin. Genau so soll es sein.“ Er lächelte beinahe sanft, ließ seinen Blick verträumt noch tiefer in dieses Grün sinken. „Ich kann gar nicht genug von deinem Duft bekommen. Geschweige denn davon, deinen himmlischen Geschmack zu kosten.“ Tief einatmen. Tief ausatmen. Lippen erneut befeuchten und auf das Kommende vorbereiten. „Niemals werde ich dich teilen! Du bist mein freches Früchtchen!“, hauchte er mit einem verschmitzten Lächeln. Ein Schleier der Vorfreude und der Sehnsucht nach ihrem Geschmack auf seinen Lippen legte sich über seine Augen.

Wie er es gesagt hatte, die harte Schale bot keinerlei Herausforderung. Gekonnt hatte er sie mit seinem letzten Satz geknackt. Er triumphierte innerlich, als sein Blick auf ihre wunderschöne Röte fiel. Sein kleines Herz schlug schnell und aufgeregt. Dieser Duft ließ ihn rastlos werden, nach mehr gieren. Er konnte nicht an sich halten
Bevor er seine Zähne verlangend in ihrem weichen Fleisch versengte, flüsterte er noch einige Worte. „Ich liebe dich…



meine Wassermelone!“

 


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